Verein

1979 wurde der Jugendförderkreis Diez e. V. von Frau Dr.Doris Schaefer und
anderen gegründet, mit dem Ziel jungen Menschen die Verwirklichung ihrer
eigenen Ideen zu ermöglichen.

Überwiegend ging es dabei von Anfang an um künstlerische Absichten.
Schwerpunkt war und ist die Musik. Rockmusik aller Stilrichtungen kommt
am häufigsten vor, aber auch Jazz und klassische Musik werden gepflegt.
Mehrere junge Leute haben Musikhochschulen besucht und sind inzwischen
erfolgreich geworden.

Bildende Kunst, Malerei, Bildhauerei und Kunsthandwerk werden betrieben.
Auch hier sind einige Künstler erfolgreich.
Handwerkliche Fähigkeiten konnten entwickelt werden.
Es sind daraus einige selbstständige Betriebe hervorgegangen, die allerdings
nicht mehr im Rahmen des “Kalkwerks” betrieben werden.

Die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln soll gefördert werden.
So war es immer Aufgabe, die eigenen Räume und die allgemeinen Einrichtungen
selbst auszubauen und zu erhalten.
Fachfirmen werden nur vereinzelt in Anspruch genommen. Material wurde meist
vom Verein bereitgestellt, z.T. aus Spenden.
Öffentliche Mittel werden bewusst nicht beantragt, um das Bewusstsein der
Eigenverantwortlichkeit zu erhalten.
Finanziert wird die Arbeit aus Beiträgen der Vereinsmitglieder, aus sogenannten
Gruppenbeiträgen der Raumnutzer, aus Spenden sowie - zum überwiegenden
Teil- aus den Überschüssen des Kalkwerk- Festivals, bei dem alle “Kalkwerker”
unentgeltlich tätig sind bzw. ihre Honorare spenden.
Der Nutzen gemeinschaftlichen Handelns wird bemerkbar.

Die Künstler und alle jungen Menschen im Kalkwerk beflügeln sich gegenseitig,
lernen Differenzen in geordneter Form auszutragen.
Die Zusammenarbeit zwischen älteren Mitgliedern des Förderkreises und den
jungen Menschen erweist sich als fruchtbar. Auch Hilfe bei persönlichen
Problemen kann erteilt werden.

Das “Kalkwerk” verfügt über etwa 43 nutzbare Räume.
Davon werden 27 von - z.T. mehreren- Musikgruppen genutzt. 14 sind
Werkstätten.
Dazu kommt die Dorle-Schaefer-Halle und das Musikcafe Kakadu.
Es sind etwa 250 bis 300 junge Menschen im Kalkwerk ständig tätig,
dazu kommt eine größere Anzahl von Besuchern und Benutzern der
Skateboard-Bahn.

Bisher wurde das “Kalkwerk” in der öffentlichkeit bevorzugt als Platz für Musik
wahrgenommen, insbesondere in Zusammenhang mit dem jährlichen Festival.
Frühere Ansätze, auch Theater und Tanztheater zu entwickeln hatten keinen
dauerhaften Erfolg, da geeignete Räume nicht verfügbar waren und die
jeweiligen Initiatoren nicht dauerhaft am Ort blieben.

Einem Plan der Gründerin und langjährigen Vorsitzenden, Frau Dr. Dorle Schaefer,
folgend, wurde ab 1995 eine frühere Lagerhalle zu einem vielseitig nutzbaren
Veranstaltungsraum ausgebaut.
Ein Team von 3 jungen Leuten organisiert die Veranstaltungen, unter Mitwirkung
anderer Künstler aus dem “Kalkwerk” , z.T. auch mit anderen aus der Region oder
von auswärts.
Es werden eigene Projekte erarbeitet. Daran sind vielejunge Menschen aus der
Region beteiligt, die Gelegenheit haben in künstlerischer Betätigung sich selbst
zu entdecken.
Wertvoll ist dabei die Zusammenarbeit mit erfahrenen Künstlern von außerhalb.
Eine möglichst breite Mischung verschiedener Veranstaltungsarten wird
angestrebt.
Sprechtheater, Tanztheater, Pantomime, Performance, Kabarett, Lesung,
Vorträge, Ausstellungen, Aktionskunst, Symposien, Workshops sind möglich.

In der Theaterschule im Kalkwerk finden Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene ersten Zugang zur Theaterarbeit.
Sie erarbeiten Texte, lernen diese zu gestalten in Kombination von sprechen,
musizieren und tanzen.